Meine ganz persönliche Geschichte
Hinter jedem beruflichen Wechsel steckt eine persönliche Geschichte. An dieser Stelle möchte ich mit Euch ganz ehrlich teilen, was mich wirklich antreibt – und warum mein Weg aus der IT hierher kein Zufall war.
2019 stand ich vor einem Berg, der unbewältigbar schien. Nach einem tragischen Unfall verstarb mein Ex-Mann völlig unerwartet. Von einer Sekunde auf die andere trug ich die alleinige Verantwortung für meine Kinder. Ich sah mich plötzlich mit einer hochkomplexen Aufgabe konfrontiert, auf die kein System und kein Prozess mich hätte vorbereiten können und ich hatte tausend offenen Fragen.
In dieser Zeit lernte ich eine harte Lektion über Kommunikation: Gut gemeinte Ratschläge wie „Du musst jetzt…“ oder „Mach doch mal…“ helfen oft nicht. Im Gegenteil: Sie machten meinen Berg nur noch größer.
Ich brauchte damals keine Experten von außen. Ich brauchte jemanden, der mir wirklich zuhört, damit ich meine eigenen Antworten wieder hören konnte. Heute ist genau das mein Claim: Klarheit entsteht, wenn dir jemand wirklich zuhört.

Auf die extreme Belastung folgte eine Zeit der erzwungenen Ruhe. Mein Körper und meine Seele forderten eine Pause ein, die ich mir freiwillig wohl nie genommen hätte. Heute sehe ich diese Phase der Erholung als mein größtes Glück und einen wertvollen Wendepunkt.
In dieser Zeit der Stille und Neuorientierung verschoben sich meine Prioritäten. Ich lernte die Prinzipien der Achtsamkeit kennen – nicht nur als Theorie, sondern als lebensnotwendigen Anker.
Ich begriff: Die IT, in der ich jahrelang erfolgreich funktionierte, war nicht mehr mein Weg. Ich wollte nicht mehr Systeme analysieren, sondern Menschen in ihren Veränderungsprozessen begleiten. Nicht mit Ratschlägen, sondern mit echter Präsenz.


Manchmal werde ich gefragt: „Isabell, vermisst du die IT nicht?“ Ehrlich gesagt: Ich habe sie mitgenommen.
Mein analytischer Blick, die Fähigkeit, komplexe Strukturen schnell zu erfassen und den Kern eines Problems zu finden – all das hilft mir heute im Coaching. Nur dass ich heute keine IT-Systeme mehr analysiere und optimiere, sondern Menschen dabei begleite, ihre innere Klarheit und ihre eigenen Lösungen zu finden.
Ich verbinde die Klarheit der Struktur mit der Wärme des systemischen Blickwinkels. Wie ein leeres Notizbuch, das darauf wartet, mit deinen eigenen Antworten gefüllt zu werden – ohne dass ich dir vorschreibe, was du zu schreiben hast. Ein Raum, in dem man erst einmal ankommen darf, um dann wieder klar zu sehen.
Heute bin ich 52, Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern und weiß: Das Leben lässt sich nicht programmieren. Es ist oft unvorhersehbar und voller Überraschungen.
Schon immer haben Menschen mir schnell vertraut und mir persönliche Themen berichtet. Heute nutze ich diese Gabe professionell. In meiner Arbeit als systemischer Coach bin ich achtsam, klar und zugewandt.
Ich bin die, die zuhört, wenn der Berg zu groß wird – ohne dir zu sagen, was du tun „musst“. Ich bin gespannt auf die Wege, die hier ihren Anfang nehmen dürfen.
Wenn du dich in einem Teil meiner Geschichte wiedergefunden hast oder gerade selbst vor einem „Berg“ stehst: Ich bin hier, um dir zuzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und mit dir gemeinsam deinen individuellen Weg zu erarbeiten.
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